Für die dringend gebotene Entschärfung des politischen Klimas hat nicht nur die Bundesregierung zu sorgen

Als eine der wenigen besonnenen Stimmen bei der journalistischen Kommentierung der Bluttat von Hanau plädiert der Chefredakteur der Neuen Züricher Zeitung (NZZ), Eric Gujer, dafür, „nicht alles aus einer verständlichen Empörung heraus in einen Topf zu werfen – Terroristen und Populisten.“ Er verweist dabei auf die 1970er Jahre, in denen „eine vernünftige Mehrheit Linksterrorismus nicht mit Linksextremismus gleichsetzte.“ Die politische wie gesellschaftliche Isolierung der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) gelang unter anderem vielmehr deswegen, weil Versuche, für die  Mordtaten der RAF die damaligen linken Systemkritiker aus Wissenschaft, Kultur und Politik verantwortlich zu machen, erfolgreich abgewehrt worden sind. Gleichzeitig wandten sich einige der Wortführer der radikalen Linken öffentlich gegen die RAF. So appellierte etwa der spätere grüne Außenminister Joschka Fischer nach dem „Deutschen Herbst“ 1978 an deren Anführer: „Genossen, werft die Knarren weg.“

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